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Zunehmende Luftnot trotz unveränderter Lungenfunktion?

Viele Lungenkranke kennen das Phänomen: Die Luftnot im Alltagsleben verschlechtert sich, die Lungenfunktion dagegen verschlechtert sich kaum. Woran liegt das?

 

 

 

Grund hierfür ist der Verlust der Skelettmuskulatur. Bei Gesunden nimmt durch altersbedingte Muskelabnahme die körperliche Leistungsfähigkeit ab dem 30. Lebensjahr ab. Der Leistungsabfall zwischen dem 30- und 40. Lebensjahr beträgt 3-6%, nimmt kontinuierlich zu und liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr bei 20%. 

 

Die Skelettmuskulatur wird eingeteilt in Typ-I- und Typ-II-Fasern. 

Typ-I-Fasern sind wichtig für die Ausdauerbelastung, bauen Kohlenhydrate und Fette (auch Fette aus dem Körperfettdepot) ab und ermüden kaum.

Typ-II-Fasern sind wichtig für Schnelligkeit und Kraft, bauen Kohlenhydrate ab und ermüden rasch. Dabei fällt Laktat an. Hierdurch werden Atmung und Herz-Kreislauf aktiviert. 

 

Normalerweise ist zur Bewältigung der Alltagsbelastungen (Gehen, Treppensteigen) ein ausgewogenes Verhältnis beider Muskelfasertypen erforderlich. Beim Ausdauertraining werden Typ-II zu Typ-I-Fasern umgebaut, der Kraftsport wirkt umgekehrt. 

 

Bei chronischer Inaktivität durch Krankheit oder Luftnot werden Typ-I-Fasern abgebaut und zum Teil durch Typ-II-Fasern ersetzt. Die Muskelmasse nimmt ab. Bei niedrigen Alltagsbelastungen (Gehen) müssen dann die rasch ermüdenden Typ-II-Fasern eingesetzt werden, die über die Aktivierung von Atmung und Kreislauf zu schneller Atmung (Zunahme der Atemfrequenz) und schnellem Puls (Zunahme der Herzfrequenz, Blutdruckanstieg) führen. Die Luftnot nimmt dadurch zu, es kommt rasch zur körperlichen Erschöpfung. Der Betroffene erreicht somit bei leichter Anstrengung bereits seine Leistungsgrenze und ist außer Atem. Hierbei spielt es keine Rolle, wie gut oder schlecht die Lungenfunktion ist. Anders ausgedrückt: Die Lungenfunktion alleine sagt nicht so viel über die Belastbarkeit aus, wie allgemein angenommen wird.

 

Außerdem: Auch Rauchen reduziert die Muskelmasse. Der Muskelaufbau ist bei Rauchern um 30% gegenüber Nichtrauchern reduziert. Ferner führt Kortison in Form von Tabletten oder Spritzen zum Muskelabbau.

 

Ziel einer Trainingstherapie ist es, die Muskelfunktion zu verbessern durch Verhinderung eines weiteren Muskelverlustes und dem Aufbau neuer Muskelfasern. Notwendig ist ein Training beider Muskelfasertypen. Das wird am besten erreicht durch Muskeltraining (gezieltes und angemessenes Krafttraining, Zirkeltraining) und Ausdauertraining (Ergometer, Walking). Daneben ist eine ausreichende Eiweißzufuhr für den Muskelaufbau wichtig. Zu empfehlen ist ein halber Liter Milch direkt nach jedem Kraft-/Ausdauertraining.

 

 

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Dr. med. E.J. Winkelmann
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