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Sarkoidose - eine Krankheit im Immunsystem mit verschiedenen Gesichtern

Häufigkeit, Komplikationen und Therapie einer seltenen Krankheit

 

 

Was ist eine Sarkoidose?

Die Sarkoidose ist eine Entzündung, die von bestimmten Immunzellen im Körper verursacht wird. Dabei entstehen Knötchen (Granulome genannt). Die Entzündung kann in allen Teilen des Körpers auftreten. Immer sind Lymphknoten betroffen und in den meisten Fällen erkrankt auch die Lunge.Weitere Organe, die häufig erkranken können, sind Herz, Niere, Augen, Haut, Leber und das Nervensystem. In der größten Zahl der Fälle heilt die Krankheit von alleine aus. Manchmal können auch Narben entstehen, die dann die Funktion des betroffenen Organs beeinträchtigen.

 

Wie häufig tritt sie auf?

Sie Sarkoidose ist eine seltene Krankheit. In Deutschland erkranken ca. 45 von 100000 Menschen.  In Skandinavien ist die Häufigkeit höher und Afroamerikaner erkranken noch viel häufiger.

 

Was ist die Ursache?

Die Ursache der Sarkoidose ist weiterhin nicht vollständig geklärt. Insbesondere ist noch nicht bekannt, warum die Sarkoidose sich in so unterschiedlichen Formen zeigt. Es wird vermutet, dass Umweltgifte, Bestandteile von Bakterien oder Viren eine spezielle Reaktion im Körper hervorrufen. Aber auch die Gene könnten eine Rolle spielen. 

 

Welche Beschwerden könne auftreten?

Die häufigsten Symptome sind: 

• Atemnot und trockener Husten
• Ein grippeähnlicher Zustand mit Fieber, Abgeschlagenheit und Gelenkschmerzen
• Ein schmerzhafter roter Ausschlag üblicherweise an den Armen oder Beinen
• Augenreizung und Sehstörungen
• Drüsenschwellungen am Hals oder im Bereich des Gesichtes. 

 

Es gibt auch gute Nachrichten:

  • Die meisten Betroffenen erholen sich ohne spezielle Behandlung in 12 bis 18 Monaten und führen ein normales Leben 
  • Sarkoidose ist nicht ansteckend
  • Sarkoidose ist keine Form von Krebs

Die Krankheit wird meist zufällig bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs entdeckt, zum Beispiel im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Untersuchung. 

 

Welche Untersuchungen sind erforderlich?

Zur Diagnostik ist eine Computertomographie des Brustkorbs und eine Gewebeprobe aus dem betroffenen Organ notwendig. Im Bereich der Lunge sollte eine Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) mit einer speziellen Spülung der Lunge (Bronchoalveoläre Lavage) erfolgen. Außerdem sollte eine Herzbeteiligung durch EKG, evtl. Langzeit-EKG und Herzultraschall ausgeschlossen werden, ferner sind Laboruntersuchungen (besonders Blutbild, Nieren- und Leberwerte und die Spurenelemente Natrium, Kalium und Kalzium im Blut) sowie eine Augenuntersuchung erforderlich. Dadurch könne die wichtigsten Komplikationen ausgeschlossen werden. 

 

Wie erfolgt die Behandlung?

Eine Therapie ist nur erforderlich, wenn lebenswichtige Organe in ihrer Funktion gestört sind (Lunge, Herz, Nervensystem, Niere und Augen). Sind keine lebenswichtigen Organe betroffen, ist eine Therapie nicht enotwendig. Zu beachten ist auch, dass sich der größte Teil der Erkrankungen spontan (ohne Behandlung) zurückbildet. 

Die Behandlung erfolgt mit Kortison (Prednisolon), das am Anfang in hoher Dosis eingenommen werden muss, die dann langsam gesenkt wird. Behandlungszeiten von 6 bis 12 Monaten oder länger sind keine Seltenheit. Durch die Prednisolon-Therapie treten fast regelhaft unerwünschte Wirkungen auf (Gewichtszunahme, Gefahr der Entstehung einer Zuckerkrankheit, Abnahme der Knochendichte, erhöhte Infektanfälligkeit). In sehr schweren Erkrankungsfällen stehen andere Medikamente zur Verfügung, die jedoch auch ein hohes Risiko unerwünschter Wirkungen aufweisen. 

 

Das Löfgren-Syndrom ist eine spezielle Krankheitseinheit, gekennzeichnet durch bläulich-rötliche Hautflecken (besonders im Bereich der Beine, Erythema nodosum genannt), Gelenkschmerzen und einer Vergrößerung der Lymphknoten im Brustkorb (auf der Röntgenaufnahme der Lunge gut zu erkennen). Das Löfgren-Syndrom klingt in den meisten Fällen spontan und ohne Folgen ab, so dass hier in erster Linie keine Kortisonbehandlung erforderlich ist. 

Nach erfolgreicher Behandlung der Sarkoidose sind anfangs Kontrolluntersuchungen in bestimmten längeren Abständen zu empfehlen, da die Krankheit erneut auftreten kann. 

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Dr. med. E.J. Winkelmann
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