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Schutz vor COVID-19 durch Impfungen

Welche Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus stehen zur Verfügung? (Stand 07.02.2021)

Informationen zur Organisation der Impfungen im Saarland:  Hotline Telefon 0681 5014422 und Internet Corona-Saarland

Terminbuchungen telefonisch: zurzeit Hotline 0681 5014422 oder 0800 9991599 und über das Online-Buchungssystem

 

Zurzeit oder zukünftig international verfügbare Impfstoffe: 

RNA-Impfstoff: 

BNT162b2 (BioNTech, Pfizer, Deutschland)

mRNA-1273 (Moderna, USA)

DNA-Impfstoffe mit Adenoviren als Überträger:

AZD1222 (Uni Oxford, AstraZeneca, England)

JNJ-78436735 (Johnson&Johnson, USA)

Sputnik V (Russland)

Inaktivierte Corona-Viren:

CoronaVac (Sinovac Biotech, China)

 

Zurzeit für Deutschland relevante Impfstoffe:

Comirnaty (BNT162b2 Firma BioNTech/Pfizer)

Es handelt sich um einen mRNA-basierter Impfstoff (mRNA = Messenger-Ribonukleinsäure). Die mRNA enthält den „Bauplan“ für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus. Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Fettpartikel (Fett-Nanokörperchen) in die Körperzellen. Sie stellen dann für eine kurze Zeit einen Teil des Corona-Eiweißes her. Es entstehen keine vollständigen Viren, damit ist der Impfstoff nicht ansteckend. Durch diesen Prozess wird das Immunsystem angeregt und Abwehrstoffe gegen das Viruseiweiß gebildet. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit dem Coronavirus kommt, wird dieses durch das Immunsystem erkannt und bekämpft.

Der Impfstoff wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind zwei Spritzen erforderlich: Laut Herstellerempfehlung wird die zweite Impfung 3 Wochen nach der ersten gegeben.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs wurde mittlerweile in mehreren Studien belegt. Es werden mittelschwere und schwere Krankheitsverläufe an COVID-19 zuverlässig verhindert. Etwa 2 Wochen nach der ersten Impfung besteht bereits ein gewisser Schutz.

Es ist noch unklar, ob man sich trotz einer Impfung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 anstecken kann, dann aber ohne Beschwerden bleibt. Ob eine geimpfte Person das Virus trotzdem übertragen kann, muss ebenfalls weiter untersucht werden.

Nebenwirkungen: Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle (ca. 70% der Geimpften) sowie Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen (ca. 70% der Geimpften)

Bei bestimmten Menschen könnte das Risiko für Nebenwirkungen durch den Impfstoff höher sein. Deshalb ist es wichtig, beim Aufklärungsgespräch vor der Impfung darauf hinzuweisen

  • wenn jemand schon einmal eine schwere allergische Reaktion nach einer früheren Impfung oder Medikamenten hatte (z.B. Kontrastmittel),
  • nach einer Impfung schon einmal ohnmächtig wurde (z.B. durch Stress oder Angst),
  • gerade eine schwere Erkrankung oder eine Infektion mit hohem Fieber hat,
  • eine Störung der Blutgerinnung hat oder leicht zu Blutungen neigt,
  • schwanger ist (oder dies vermutet) oder stillt.

Das gilt auch für Personen mit einem geschwächten Immunsystem, z.B. durch HIV oder durch die Einnahme von Medikamenten, z.B. Kortison-Tabletten.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty ist kein Lebendimpfstoff. Er kommt deshalb grundsätzlich auch für Menschen mit einen geschwächten Immunsystem infrage.

 

mRNA-1273 (Firma Moderna)

Die Wirkweise des Impfstoffs ist ähnlich der von Comirnaty. Auch er ist kein Lebendimpfstoff. Es sind 2 Spritzen im Abstand von 4 Wochen erforderlich. Die Wirksamkeit wurde in mehreren Studien belegt. Ob bereits nach der ersten Impfung ein gewisser Schutz besteht, ist bei mRNA-1273 noch nicht sicher geklärt. Das Nebenwirkungsprofil ist ähnlich dem von Comirnaty. Bei dem Moderna-Impfstoff traten zudem allergische Reaktionen bei ca. 0,04% und einen Lähmung des Gesichtsnervs bei ca. 0,01% auf. Ein Zusammenhang mit der Impfung ist in beiden Fällen nicht eindeutig belegt. Die Hinweise über ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen gelten wie bei Comirnaty und sollten in den entsprechenden Fällen im Aufklärungsgespräch angesprochen werden.

 

AZD1222 (Firma AstraZeneca)

Es handelt sich um einen Vektor-Impfstoff. Er besteht aus den Hüllen harmloser Adenoviren, die an der Oberfläche den Bauplan für ein bestimmtes Eiweiß der SARS-CoV-2-Viren enthalten. Dei Adenovirenn werden von Körperzellen aufgenommen, die für kurze Zeit dieses Eiweiß produzieren. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit dem Coronavirus kommt, wird dieses schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft.

Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren. Auch die Vektoren (Adenoviren) können sich nicht vermehren.

Die STIKO empfiehlt den Impfstoff AstraZeneca nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Sie begründet die Einschränkung damit, dass für Personen ab 65 Jahren ausreichende Daten zur Wirksamkeit fehlen. 

Der Impfstoff wird in die Oberarmmuskulatur gespritzt. Es sind zwei Impfungen im Abstand von 4 bis 12 Wochen erforderlich. 
 
Es liegen mehrere Studien vor, die die Wirksamkeit belegen. Schutz besteht gegen mittelschwere und schwere Krankheitsverläufe bei COVID-19.
Etwa 2 Wochen nach der ersten Dosis liegt bereits ein gewisser Schutz vor. Es ist noch nicht ausreichend geklärt, ob man sich trotz Impfschutz mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 anstecken kann, dann aber ohne Beschwerden bleibt. Ob eine geimpfte Person das Virus dann trotzdem übertragen kann, muss ebenfalls weiter untersucht werden.
 
Nebenwirkungen: Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle (ca. 75% der Geimpften) sowie Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen (ca. 70% der Geimpften)
 
Die Hinweise über ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen gelten wie bei Comirnaty und sollten in den entsprechenden Fällen im Aufklärungsgespräch angesprochen werden.

 

Welche Fragen sind noch offen?

  • Wie lange hält der Impfschutz an?
  • Gibt es seltene Nebenwirkungen, die sich in der Studie nicht zeigten?
  • Wie wirksam ist der Impfstoff im Vergleich zu anderen Impfstoffen?
  • Wie wirksam und sicher ist der Impfstoff bei Gruppen, die in den Studien entweder gar nicht oder kaum eingeschlossen waren (z.B. Kinder, Schwangere, Menschen mit einer starken Immunschwäche)?
  • Ist die Impfung für Personen sinnvoll, die bereits Covid-19 hatten?
  • Wie wirksam werden auch nicht-symptomatische Infektionen verhindert?
  • Wie gut verhindert der Impfstoff die Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2?

 

Weitere Informationen über die zugelassenen Impfstoffe und über die bisherige Entwicklung weiterer Impfstoffe weltweit finden Sie hier:

Gesundheitsinformationen in der Corona-Krise  

Impfstofftracker der Süddeutschen Zeitung

 

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Dr. med. E.J. Winkelmann
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